| Ob es zu Weihnachten wohl Schnee gibt? |
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| Und in welche Zeit des Jahres fällt das Fest. Wenn zu Pfingsten alles grünt und duftet, wenn zu Ostern Feld und Garten und Wald sich zu dem holden Lenze rüsten, so ist die Weihnacht zu der Zeit des kürzesten Tages und der längsten Nacht. Und dennoch wie ahnungsreich und herzerfüllend ist die Zeit. Wenn der tiefe weiße makellose Schnee die Gefilde weithin bedeckt, und an heitern Tagen die Sonne ihn mit Glanz umhüllet, dass er allwärts funkelt, wenn die Bäume des Gartens die weißen Zweige zu dem blauen Himmel strecken, und wenn die Bäume des Waldes, die edlen Tannen, ihre Fächer mit Schnee belastet tragen, als hätte das Christkindlein schon lauter Christbäume gesetzt, die in Zucker und Edelsteinen flimmern, so schlägt das Gemüt der Feier entgegen, die da kommen soll. Adalbert Stifter |
| In Weihnachtszeiten reis' ich gern und bin dem Kinderjubel fern und geh in Wald und Schnee allein und manchmal, doch nicht jedes Jahr, trifft meine gute Stunde ein. Dass ich von allem, was da war, auf einen Augenblick gesunde und irgendwo im Wald für eine Stunde der Kindheit Duft erfühle tief im Sinn und wieder Knabe bin... Hermann Hesse |
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