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Auch vor knapp 2000 Jahren gab es Überlegungen, dass man das Richtige schenken sollte, denn.... Hauptsächlich müssen wir ja trachten, keine Geschenke auszuteilen, die man nicht brauchen kann, zum Beispiel einem Greise oder einer Frau Jagdgeräte oder einem Bauern Bücher oder einem Gelehrten Netze. (Seneca) |
| Und möglicherweise hatte Sigmund Graff nicht das Richtige bekommen, als er meinte... Wie wir von manchen Menschen verkannt werden, beweisen uns nicht selten ihre Geschenke. |
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Weihnachten ist in unserem Kulturkreis ein großes Geschenkefest. Schon bei den Römern gab es dafür Vorläufer, denn zu den Saturnalien und zum Jahresbeginn wurden die Beamten und Sklaven mit Geschenken bedacht. In deutschen Landen war es später üblich, den Bediensteten einen Weihnachtstaler zu schenken, ein Paar Schuhe, Kleidung, Kleiderstoff. Das waren aber eigentlich keine Geschenke, denn das war Bestandteil der Gesindeordnung, die solche Art von Naturallohn festlegte. Erst als Weihnachten immer mehr zum Fest des Bürgertums wurde, begann man, sich gegenseitig zu beschenken, was an die Gaben der Heiligen Drei Könige erinnern sollte oder auch daran, dass Gott den Menschen seinen Sohn geschenkt hat. Ein Chronist schrieb Ende des 17. Jahrhunderts: Denn so viel ein jeder verdient hat, so beschenkt geht er auch ab... Hier geht es also schon um den moralischen Begriff des Verdienens; wer sich untadelig verhalten hat, bekommt etwas zu Weihnachten. Zur Biedermeierzeit hatte sich Weihnachten immer mehr zum Bescherfest für Kinder entwickelt, die als Gegengabe brav zu sein hatten. |
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| Nicht an jedem kostbaren Geschenk hing mal ein Preisschild... |
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Was ist denn ein Geschenk?
Es ist für einen einsamen Menschen die Nähe eines anderen. Es ist für einen Menschen, der hungert, das Brot, das ihm einer reicht. Es ist für einen Menschen, der nicht weiter weiß, ein anderer, der ihm den Weg zeigt. Es ist für einen, der den Sinn des Daseins nicht sieht, einer, der ihm sein Ziel weist. Es ist für einen, der friert, die Wärme, in die ein anderer ihn aufnimmt. (Jörg Zink) |
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