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es wird höchste Zeit.... |
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...die Weihnachtskarten abzuschicken mit den Grüßen, die mit der "richtigen" Post ankommen sollen! |
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| Das Verteilen von Weihnachtskarten war anfangs noch eine exklusive Angelegenheit. 1843 hatte der Londoner Geschäftsmann Henry Cole wenig Zeit oder wenig Lust, seinen Freunden und Verwandten lange Briefe zum Weihnachtsfest zu schreiben, und so beauftragte er einen Maler, eine Weihnachtskarte zu kreieren mit dem Text: Merry Christmas and a Happy New Year to You. Von dem Motiv ließ er 1000 Exemplare drucken und verkaufte sie zu dem damals horrenden Preis von 1 Shilling pro Stück. Man nimmt an, dass das die Geburtsstunde der Weihnachtskarte war. In Großbritannien wurde die erste Briefmarke eingeführt und große Teile der Bevölkerung machten zur Weihnachtszeit regen Gebrauch davon. So war es schon 1850 wegen der großen Nachfrage möglich, hohe Auflagen von Weihnachtskarten zu drucken, wodurch der Preis auf ein annehmbares Niveau sank. |
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Die Motive änderten sich mit dem Zeitgeist, geschmückte Tannenbäume, Stechpalmenzweige, Schneeballschlachten, Winterlandschaften, Schlittenfahrten und Rotkehlchen blieben stets in Mode. Aber auch anspruchsvolle Kunst, religiöser oder japanischer Stil sowie Humor und das Bild des Weihnachtsmannes wurden auf Weihnachtskarten transportiert. 1874 erkannte der aus Deutschland eingewanderte Louis Prang, der Vater der amerikanischen Glückwunschkarte, in Boston die Chance, Weihnachtskarten auch in Amerika einzuführen. Bis dahin war der Brauch ausschließlich in Großbritannien verbreitet gewesen. Die hohe Qualität seiner Produkte und die gefühlvollen Texte auf den Innenseiten der Karten machten ihn zu einem erfolgreichen Unternehmer. |
| Obwohl in Deutschland große Mengen an Weihnachtspostkarten für den Export hergestellt wurden, war es hier zunächst noch nicht üblich, solche Karten auch zu verschicken. Bis zum Ersten Weltkrieg war es Sitte, zum Weihnachtsfest sogenannte Wunschblätter zu verschenken, Briefbogen mit gedruckten Randornamenten, in die man handschriftlich Grüße oder Gedichte einsetzte, erst danach griff man auch hier zur Karte. Bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg überwogen getrennte Glückwünsche auf Weihnachts- oder Neujahrskarten. |
| Mit dem aufkommenden Wohlstand sowie dem Wunsch nach mehr Individualismus verlor in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die offene Postkarte an Bedeutung, man verschickte seine Grüße immer häufiger mit Umschlagkarten. Ist nun bald das Ende der Weihnachtskarte auf Papier gekommen? Immer mehr Menschen verschicken ihre Grüße aller Art per email. |
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