In verschiedenen europäischen Ländern konnten Frauen schon ab Mitte des 19. Jh. studieren, z.B. in Frankreich, Spanien und England, aber in Deutschland sträubte man sich noch länger dagegen, Frauen eine höhere Bildung zu ermöglichen.
Da der öffentliche Druck wuchs, ließ man ab 1896 in vielen Universitäten Gasthörerinnen zu und Hunderte schrieben sich dafür ein.
Schließlich gestattet das Großherzogtum Baden am   28. Februar   1900 Frauen das reguläre Studium an den Hochschulen des Landes.

Teils unter starken Protesten der Professoren zogen die anderen deutschen Länder bis 1908 nach, Preußen als letztes.
Und erst 1920 wurden Frauen auch zur Habilitation zugelassen.

Die Anzahl der weiblichen Studierenden nahm langsam, aber stetig zu und liegt heute bei etwa 45 % aller Studierenden.
Als Lehrende sind Frauen an Universitäten noch immer ganz stark unterrepräsentiert. Bei den wissenschaftlichen Mitarbeitern, Assistenten und Dozenten liegt der Frauenanteil bei ca. 25-30 %, aber der Anteil der Professorinnen macht nur etwa 10 % aus.

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