Der Montag war bei den Römern der Tag der Mondgöttin Luna, was sich z.B. noch deutlich in den Bezeichnungen lundi (französisch), lunes (spanisch) und lunedi (italienisch) zeigt.
Die germanischen Völker wandelten es zum Tag des Mondes um, woraus die Namen maandag (niederländisch), monday (englisch) und Montag entstanden.
Die Römer hielten den Tag, der auf einen Feiertag folgte, für einen Unglückstag, an dem man besser nicht arbeitete, und die Germanen legten ihre Gerichtsversammlungen auf die Mondtage, vor allem bei Voll- und Neumond. Diese abergläubischen Bräuche fanden ihre Fortsetzung, als der christliche Sonntag als "Tag des Herrn" durch das Ruhen der Arbeit geheiligt wurde; bis heute gesteht die Kirche hohen Festen wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten zwei Feiertage zu.

So kam unter Handwerksgesellen schon im frühen Mittelalter der Brauch auf, einen Tag zur Erholung frei zu nehmen - auch um die sehr langen Dienstzeiten auszugleichen, denn es gab keine Überstundenvergütung. Etliche Handwerksinnungen versammelten sich montags zu ihren regelmäßigen "Morgensprachen", die sie mit einem üppigen Mahl schmackhaft machten.
Oft jedoch wurde der "gute Montag" einfach als feuchtfröhliche Nachfeier des Sonntags aufgefasst, weshalb viele Zunftordnungen seit dem 14. Jahrhundert lieber zum Verbot griffen; wer dagegen verstieß und blau machte, erhielt den Wochenlohn nicht ausbezahlt. Um 1650 hatte sich die Obrigkeit mit ihrer Verdammung des freien Montags zumindest im Sprachgebrauch durchgesetzt - der "gute Montag" hieß fortan nur noch der "blaue Montag".
Das schlechte Image des Tages lebt immer noch fort, denn ein störanfälliges Auto bezeichnet man als "Montagswagen", weil die Arbeiter an dem Tag nach alter Vorstellung nicht fit für die Arbeit sind.

Heute ist Montag, der   23. Juni  2003
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