| Albert Schweitzer, deutscher evangelischer Theologe, Musiker, Mediziner und Philosoph (* 14. 1. 1875 Kaysersberg, Oberelsass, † 4. 9. 1965 Lambaréné, Gabun) hatte bereits grundlegende Werke zur Religionsphilosophie, Theologie und Musikgeschichte veröffentlicht, als er sich entschloss, Medizin zu studieren, um als Missionsarzt im damaligen Französisch-Äquatorialafrika tätig zu sein. Am 21. März 1913 reiste er mit seiner Frau aus Deutschland ab und erreichte Mitte April Lambaréné. |
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Mitten im Urwald begann Schweitzer zusammen mit weiteren Mitgliedern einer Missionsgesellschaft sein humanitäres Werk, um Not und Krankheit der Eingeborenen lindern zu helfen. Mehrfach reiste er nach Europa, um dort mit Vorträgen, Orgelkonzerten und schriftstellerischen Arbeiten dringend benötigte finanzielle Mittel für das schnell wachsende, primitiv ausgestattete Tropenhospital zu beschaffen. |
| Schweitzer kämpfte sein Leben lang darum, dass der Mensch seinen Geist nicht zur Vernichtung von Leben benutzt, sondern im Sinne einer praktischen Ethik zu vernünftigen Zwecken. Seine Philosophie lehnte sich stark an die Grundthesen Schopenhauers und Nietzsches an, war aber auch von stoischem Gedankengut geprägt. In den 50er Jahren setzte sich der große Ethiker energisch gegen weitere Atombombentests ein und erhielt 1952 den Friedensnobelpreis. |
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