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Julius Hackethal war ein radikaler Kritiker der Methoden der Schulmedizin und ihrer Vertreter. In einem Interview sagte er: "Der Patient riskiert - jedenfalls auf den Durchschnitt aller Krankheiten bezogen - weniger, wenn er den Ärzten fernbleibt." Seinen Berufskollegen warf er schon in den 1960er Jahren Kunstfehler vor; sein Buch Auf Messers Schneide, Kunst und Fehler der Chirurgen machte ihn einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Viele verehrten ihn als Streiter gegen Standesinteressen und Borniertheit vieler Mediziner, seine Gegner warfen ihm Sensationslust und Halbwahrheiten vor. Sein Anprangern von Missständen und die öffentliche Diskussion führten zu Verbesserungen im Gesundheitswesen und in der Krebsvorsorge. |
| In seiner Privatklinik am Chiemsee entwickelte Hackethal alternative Behandlungsmethoden gegen Krebs, die von der Schulmedizin nicht anerkannt wurden. Er sprach sich für aktive Sterbehilfe aus und fachte die Debatte darüber an, als er 1984 einer unheilbar kranken Frau Zyankali für den Selbstmord beschaffte. Julius Hackethal wurde am 6. November 1921 in Göttingen geboren; er hatte geglaubt, den Krebs besiegen zu können, doch musste 1997 selber an Lungenkrebs sterben. |
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