| Mohammed (arab. der Gepriesene), der Begründer des Islam, wurde um 570 in Mekka geboren. Er entstammte einer verarmten Familie, heiratete 595 die wohlhabende Witwe Chadidja und lebte als Kaufmann in guten Verhältnissen. Auf Handelsreisen erweiterte er seine Bildung und kam mit monotheistischen Lehren (Juden, Christen, Eremiten) in Berührung. Zunehmend begannen ihn Fragen der menschlichen Sünde und des göttlichen Gerichts zu beschäftigen. Um 610 glaubte er sich durch Gesichte und Stimmen zum Gesandten Gottes berufen. Er war überzeugt, göttliche Mitteilungen zu erhalten, die zum Teil noch zu seinen Lebzeiten aufgezeichnet und im Koran zusammengefasst wurden. Der starke Widerstand der Mekkaner gegen seine Lehrtätigkeit zwang ihn 622 zur Auswanderung nach Medina (Hidjra), wohin ihn zwei verfeindete arabische Stämme eingeladen hatten. Dort festigten sich sein religiöses und staatsmännisches Ansehen rasch. Da die Christen und Juden Mohammed nicht als Propheten anerkannten, fasste er den Islam bewusst als eigene Religion. Er machte den Freitag zum Wochenfeiertag, änderte die Kibla (Gebetsrichtung) von Jerusalem nach Mekka und führte anstelle eines Fastentages den Fastenmonat Ramadan ein. 630 konnte er aufgrund seiner wachsenden Macht Mekka besetzen und die dortige Kaaba als Mittelpunkt seiner Religion und Ziel des Hadjdj in Besitz nehmen. Schon früh wurde Mohammed Gegenstand zahlreicher Legenden; Wundertaten und Sündlosigkeit wurden ihm zugeschrieben. Das wurde jedoch nie dogmatisiert. Mohammed starb am 8. Juni 632 in Medina und liegt dort begraben. |
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